DRKS00010043

Repetitive navigierte transkranielle Magnetstimulation (rnTMS) als ergänzende Therapieoption für Patienten mit neu aufgetretener bzw. progredienter Parese nach supratentorieller Tumorresektion

Organisatorische Daten

DRKS-ID der Studie:
DRKS00010043
Status der Rekrutierung:
Rekrutierung abgeschlossen, Studie abgeschlossen
Registrierungsdatum in DRKS:
15.02.2016
Letzte Aktualisierung in DRKS:
30.03.2023
Art der Registrierung:
Prospektiv

Studienakronym/Studienabkürzung

TMS Therapiestudie

Internetseite der Studie

Kein Eintrag

Allgemeinverständliche Kurzbeschreibung

Diese klinische Studie untersucht, ob die Stimulation von Gehirnarealen zur Bewegungsproduktion eine Möglichkeit zur Therapie operationsbedingter motorischer Defizite (= Lähmungen) darstellt.

Wissenschaftliche Kurzbeschreibung

In dieser klinischen Studien soll überprüft werden, ob eine Hirnstimulation - mittels repetitiver navigierter transkranieller Magnetstimulation (rnTMS) der kontralesionalen Hemisphäre - für Patienten mit postoperativ neu aufgetretener oder progredienter Parese nach supratentorieller Tumorresektion einen therapeutischen Nutzen bringt. Es handelt sich dabei um eine randomisiert-kontrollierte doppelt-blind Studie mit 2 Armen. Der Intervention-Arm erhält die Stimulation (rnTMS) mit anschließender standardisierter Physiotherapie. Der Kontroll-Arm erhält eine Scheinstimulation mit anschließender standardisierter Physiotherapie.

Untersuchte Krankheit, Gesundheitsproblem

ICD-10-GM:
G81.9 - Hemiparese und Hemiplegie, nicht näher bezeichnet
ICD-10-GM:
C71.0 - Zerebrum, ausgenommen Hirnlappen und Ventrikel
Gesunde Probanden:
Kein Eintrag

Interventionsgruppen, Beobachtungsgruppen

Arm 1:
Interventionsgruppe: repetitive navigierte transkranielle Magnetstimulation (rnTMS) mit anschließender standardisierter Physiotherapie an 7 Tagen postoperativ (einmal täglich). Stimulationsalgorithmus: 900 Pulse mit 1 Hz und einer Intensität von 110% der kortikalen Reizschwelle (resting motor threshold), lokalisiert über dem Primären Motorkortex (Hotspot des M. interosseus dorsalis I)
Arm 2:
Kontrollgruppe: Scheinstimulation mit anschließender standardisierter Physiotherapie.

Endpunkte

Primärer Endpunkt:
Fugl Meyer Assessment für die obere Extremität nach 3 Monaten, erhoben von einer erfahrenen verblindeten Physiotherapeutin.
Sekundärer Endpunkt:
Full Meyer Assessment der oberen Extremität direkt postoperativ, am Entlassungstag und nach 1 Monat, erhoben von einer erfahrenen verblindeten Physiotherapeutin. Nine Hole Peg Test (NHPT), Finger Tapping Test, Karnofsky Performance Status Scale (KPS), Kraftgrade (BMRC) direkt postoperativ, am Entlassungstag und nach 1 Monate und nach 3 Monaten, erhoben von einer erfahrenen verblindeten Physiotherapeutin. National Institutes of Health Stroke Scale (NIHSS), Karnofsky Performance Status Scale (KPS) direkt postoperativ, am Entlassungstag und nach 1 Monate und nach 3 Monaten, erhoben von einem erblindeten Arzt. Quality of life (EORTC Fragebogen) am Entlassungstag und nach 1 Monate und nach 3 Monaten. Zeitraum zwischen OP und Beginn Radiochemotherapie.

Studiendesign

Studienzweck:
Therapie
Zuteilung zur Intervention:
Kontrollierte, randomisierte Studie
Kontrolle:
  • Kontrollgruppe erhält keine Therapie
Studienphase:
Nicht zutreffend
Studientyp:
Interventionell
Art der verdeckten Zuteilung:
Kein Eintrag
Verblindung:
Ja
Gruppendesign:
Parallelverteilung
Art der Sequenzgenerierung:
Kein Eintrag
Wer ist verblindet:
  • Beurteiler/in
  • Pfleger/in
  • Statistiker/in
  • Prüfärztin/Prüfarzt oder Therapeut/in
  • Patient/in oder Proband/in

Rekrutierung

Status der Rekrutierung:
Rekrutierung abgeschlossen, Studie abgeschlossen
Grund, falls Rekrutierung eingestellt oder zurückgezogen:
Kein Eintrag

Rekrutierungsorte

Rekrutierungsländer:
  • Deutschland
Anzahl Prüfzentren:
Monozentrisch
Rekrutierungsstandort(e):
  • Klinik Klinik für Neurochirurgie - Charité Universitätsmedizin Berlin Berlin

Rekrutierungszeitraum und Teilnehmerzahl

Geplanter Studienstart:
01.03.2016
Tatsächlicher Studienstart:
01.03.2016
Geplantes Studienende:
Kein Eintrag
Tatsächliches Studienende:
04.04.2022
Geplante Teilnehmeranzahl:
30
Tatsächliche Teilnehmeranzahl:
30

Einschlusskriterien

Geschlecht:
Alle
Mindestalter:
18 Jahre
Höchstalter:
kein Höchstalter
Weitere Einschlusskriterien:
1.) Pat. mit Z.n. supratenotrieller Hirntumorresektion, die unmittelbar nach OP ein neues motorisches Defizit bzw. ein verstärktes Defizit der oberen oder unteren Extremität aufweisen. 2.) Einwilligung zur Teilnahme an der Studie 3.) Alter ≥ 18 Jahre

Ausschlusskriterien

1.) Pat. mit Kontraindikation für eine MRT-Bildgebung 2.) Pat. mit Kontraindikation für eine TMS-Untersuchung (bspw. Metallimplantate) 3.) >1 generalisierter Krampfanfall pro Woche 4.) Schwangerschaft 5.) fehlende Zustimmung zur Teilnahme an der Studie 6.) Alter < 18 Jahre

Adressen

Initiierung der Studie durch (Primärer Sponsor)

Adresse:
Klinik für Neurochirurgie Charité - Universitätsmedizin Berlin
13353 Berlin
Deutschland
Telefon:
Kein Eintrag
Fax:
Kein Eintrag
Kontakt per E-Mail:
Kontakt per E-Mail
URL der Einrichtung:
Kein Eintrag
Wissenschaftsinitiierte Studie (IST/IIT):
Ja

Kontakt für wissenschaftliche Anfragen

Adresse:
Klinik für Neurochirurgie Charité - Universitätsmedizin Berlin
PD Dr. med. Thomas Picht
Augustenburger Platz 1
13353 Berlin
Deutschland
Telefon:
+4930450660349
Fax:
+4930450560900
Kontakt per E-Mail:
Kontakt per E-Mail
URL der Einrichtung:
http://neurochirurgie.charite.de

Kontakt für allgemeine Anfragen

Adresse:
Klinik für Neurochirurgie Charité - Universitätsmedizin Berlin
Tizian Rosenstock
Augustenburger Platz 1
13353 Berlin
Deutschland
Telefon:
+4930450660349
Fax:
+4930450560900
Kontakt per E-Mail:
Kontakt per E-Mail
URL der Einrichtung:
http://neurochirurgie.charite.de

Wissenschaftliche Leitung (PI)

Adresse:
Klinik für Neurochirurgie Charité - Universitätsmedizin Berlin
PD Dr. med. Thomas Picht
Augustenburger Platz 1
13353 Berlin
Deutschland
Telefon:
+4930450660349
Fax:
+4930450560900
Kontakt per E-Mail:
Kontakt per E-Mail
URL der Einrichtung:
http://neurochirurgie.charite.de

Finanzierungsquellen

Haushaltsmittel, keine fremden Finanzmittel (Budget der Studienleitung)

Adresse:
Klinik für Neurochirurgie Charité - Universitätsmedizin Berlin
13353 Berlin
Deutschland
Telefon:
Kein Eintrag
Fax:
Kein Eintrag
Kontakt per E-Mail:
Kontakt per E-Mail
URL der Einrichtung:
Kein Eintrag

Ethikkommission

Adresse der Ethikkommission

Adresse:
Ethikkommission der Charité – Universitätsmedizin Berlin
Charitéplatz 1
10117 Berlin
Deutschland
Telefon:
(+49)30-450517222
Fax:
(+49)30-450517952
Kontakt per E-Mail:
Kontakt per E-Mail
URL der Einrichtung:
Kein Eintrag

Votum der federführenden Ethikkommission

Votum der federführenden Ethikkommission
Antragsdatum bei der Ethikkommission:
14.10.2015
Bearbeitungsnummer der Ethikkommission:
EA4/132/15
Votum der Ethikkommission:
Zustimmende Bewertung
Datum des Votums:
28.10.2015

Weitere Identifikationsnummern

Andere WHO-Primär-Register/Datenprovider-ID:
Kein Eintrag
EudraCT-Nr.:
Kein Eintrag
UTN (Universal Trial Number):
Kein Eintrag
EUDAMED-Nr.:
Kein Eintrag

IPD - Individual Participant Data / Teilnehmerbezogene Daten

Planen Sie, die teilnehmerbezogenen Daten (IPD) anderen Forschern anonymisiert zur Verfügung zu stellen?:
Nein
IPD Sharing Plan:
Kein Eintrag

Studienprotokoll und weitere Studiendokumente

Studienprotokolle:
Kein Eintrag
Abstract zur Studie:
Kein Eintrag
Weitere Studiendokumente:
Kein Eintrag
Hintergrundliteratur:
Kein Eintrag
Verwandte DRKS-Studien:
Kein Eintrag

Grundlegende Ergebnisse

Basic Reporting/Ergebnistabellen:
Kein Eintrag
Kurzzusammenfassung der Ergebnisse:
Dreißig Patient*innen wurden für diese Studie rekrutiert. Beim primären Ergebnis, dem Fugl-Meyer-Score drei Monate postoperativ, gab es keinen signifikanten Unterschied zwischen beiden Gruppen (Gruppenunterschied [95%-CI]: 5,05 [-16,0; 26,1]; p=0,631). Die Patient*innen in der rTMS-Gruppe zeigten einen Monat postoperativ eine bessere Handmotorik (BMRC-Scores). Außerdem wies eine Untergruppe von Patient*innen mit motorisch eloquenter Ischämie zu allen Zeitpunkten niedrigere NIHSS-Scores auf.